Geologie

Der Battert

Die Felswände und -türme des Batterts – sind im Erdaltertum entstanden. In der Permzeit – vor rund 250 Millionen Jahren – wurde das aus dem Karbon stammende Variskische Gebirge allmählich abgetragen. Zu dieser Zeit füllte sich eine großflächige Senke um das heutige Baden-Baden mit den Schuttmassen der umliegenden Anhöhen, Gesteinsreste vom Devon bis zum Rotliegenden.

Gleichzeitig wurde der Nordschwarzwald von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Die Lavamassen durchbrachen den Gesteinsschutt von unten her und überdeckten ihn. Im folgenden Erdmittelalter lagerten sich die Schichten der Trias und des Jura darüber. Nahezu sämtliche Reliefunterschiede wurden ausgeglichen. Am Anfang des Tertiärs (vor rund 65 Millionen Jahren) begann sich der heutige Oberrheingraben sich einzusenken. Damit ging eine Aufwölbung der Grabenränder einher. Die Jura- und Triasschichten wurden wieder abgetragen, so daß im Bereich des Battert die des Rotliegenden erneut zutage traten. Lediglich auf dem Gipfel des benachbarten Merkur blieben Reste des Buntsandsteins erhalten. Durch die tertiären Absenkungen und Hebungen ist aber nicht nur der geradlinig von Nordost nach Südwest verlaufende Oberrheingraben entstanden. Besonders um Baden-Baden bildeten sich weitere Bruchsysteme mit zahlreichen Bruchstufen. Der Battert selbst ragt als Horst aus einem solchen Bruchsystem heraus. Zum Rheingraben ist das Gelände in mehreren Stufen abgesunken, und südlich des Battert hat sich durch weitere Verwerfungen ein Kessel eingesenkt. Dadurch wurden am Südhang des Battert die Schichten des Rotliegenden in ihrer gesamten Mächtigkeit freigestellt. Während der massiven Geländeverschiebungen drangen an den Bruchkanten heiße Gase und Dämpfe empor. In den quarzreichen Gesteinen des Rotliegenden wurde dadurch besonders entlang der Bruchspalten Kieselsäure gelöst. Die Lösungen durchtränkten den Fels und kristallisierten nach Abkühlung wieder aus: Das Gestein verkieselte und wurde härter und widerstandsfähiger. Erst jetzt setzte die Herausbildung der heutigen Felsen ein.

Paulcke beschreibt sie im ersten 1925 erschienenen Kletterführer so: „Durch die Verkieselung sind dieGesteinsablagerungen des Rotliegenden, welche durch die Battertverwerfung fast wie mit dem Lineal abgeschnitten wurden und hoch oben stehen blieben, wie eine riesige verhärtete Felsmauer entwickelt. Längs- und Quersprünge bildetenTrennungsflächen und zeichneten die Linien für Verwitterungs- und Auswaschungsvorgänge vor, an denen das Zerstörungswerk einsetzte und neben den prallen Wänden die zahlreichen Türme und Zacken herausmodellierte. Die Kamine am Battert sind sämtliche Kluftkamine; die Bänder, die nahezu horizontal verlaufen,deuten fast immer einen Wechsel in der Gesteinsablagerung an. Die Festigkeit der einzelnen Gesteinschichten ist verschieden,sodaß durch Wechsel von Frost und Hitze sowie Abtragung durch Regen und Wind, härtere Lagen als Überhänge und Nasen herauspräpariert wurden.“

Am Fuß der Felsmauern und -türme bildeten sich Blockhalden. Die harten Steine wurden im 6. oder 5. Jahrhundert v. Chr. von den Kelten dazu benutzt, auf der Höhe des Battert einen über 1000 m langen Ringwall zu errichten.

Auch die Burgen Hohenbaden und Alteberstein (bei Ebersteinburg) wurden damit errichtet. Im 19. Jahrhundert zerschlug man die Blöcke der Halden zu Pflastersteinen und befestigte damit zahlreiche Straßen und Plätze in Baden-Baden und Karlsruhe.

Bad Herrenalb

Die Felsen in Bad Herrenalb könnten fast als die kleinen Brüder des Batterts angesehen werden. Auch sie bestehen aus einem Porphyrkonglomerat, das bei der Entstehung des Oberrheingrabens verkieselte. Am Battert war es die Batterverwerfung, am Falkenstein die Bernbacher Verwerfung, an der die heißen Gase und Dämpfe aufstiegen und für die Verkieselung des Gesteins sorgten.

Auch am Falkenstein gibt es (wie am Battert) Reste eines keltischen Ringwalls.

Wollsackverwitterung

Granit ist eine erstarrte Gesteinsschmelze (Magma). [Text wird noch ergänzt.]