Orgelfelsen

Bewertung
Absicherung
Gruppentauglich
Ausrichtung
S, W
Erreichbarkeit
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mäßig. Fahrrad
Routen
Grad III IV V VI VII VIII IX
Anzahl 2 1 3 1 2

Klettern wo das Murgtal am schönsten ist. Am Orgelfelsen verwitterte der, diesmal ist es der Forbachgranit, zu großen länglichen Blöcken. Ihre Form ähnelt Orgelpfeifen und gab dem Felsen seinen Namen.

Obwohl der Felsen einige Routen für Kinder bietet, ist dessen Umgebung nicht besonders kinderfreundlich, da die Wiese vor dem Felsen nicht betreten werden soll.

Anfahrt

Mit dem Bus

Die Buslinie 242 beginnt in Gernsbach am Bahnhof. Haltestelle: Orgelfelsenhaus.

Die meisten Fahrten enden bereits in Reichental, wo einen dann eine gute halbe Stunde Aufstieg erwartet. Fahrpläne: Karlsruher Verkehrsverbund.

Mit dem Auto

Auf der Verbindungsstraße Hilpertsau–Kaltenbronn bis zur Bushaltestelle Orgelfelsenhaus fahren. Hier befindet sich eine großer Parkplat. Siehe Übersichtskarte.

Zugang

Von der Haltestelle bzw. dem Parkplatzu auf dem Forstweg zum Orgelfelsenhaus (knapp 1 km). Am Haus der Markierung zum Wandfuß folgen.

Bitte das Gelände des Orgelfelsenhauses nicht betreten. Die Wiese unterhalb des Hauses (und neben dem Felsen) ist sehr trittempfindlich. Bitte nicht betreten.

Klettern

Hauptsächlich bieten die Risse längere und anspruchsvolle Routen. Einige von ihnen verlangen eine ausgefeilte Fußtechnik. Daneben gibt es einige Platttenklettereien und einige kindertaugliche Routen.

Eine Auswahl: Reichentaler Kante (VII+), Rampensau (V), Rätselfuchs (VI-), Frau Knick-Knack (III+) und Jenney (III).

In den Rissen zwischen Reichentaler Kante und Frau Knick-Knack gibt es zwei Projekte. Freilich ist es nicht verboten, die Risse zu begehen. Voraussetzung dafür sind gute Kenntnisse im Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln.

Kletterregelung

Die Blockhalde auf der Nordseite darf nicht betreten werden. Im oberen, nördlichen Wandteil sollte nicht geklettert werden. (Es gibt ohnehin keine Routen dort.)

Zugang über das Blockwerk zwischen Orgelfelsenhaus und dem Felsen. Am besten den Markierungen folgen. Die (Heu-)Wiese hat eine dünne Bodenauflage, bei Trittbelastung gibt es bald Erosion.

Geschichte

Der Fels wurde schon in den Jahren nach 1950 aufgesucht, doch als unlohnend empfunden. Es gab größere, die leichter erreichbar waren (etwa die Lautenfelsen). Zudem ließ die damalige Ausrüstung noch nicht das Begehen steiler Reibungsplatten zu. So geriet der Fels in Vergessenheit. Erst 2009 wurde er wiederentdeckt. Die meisten der heute bekannten Routen stammen aus diesem Jahr.

Eine Ursache für seine Wiederentdeckung mag darin liegen, daß Klettern heute als Familiensport angesehen wird. Gerade der Orgelfelsen ist einer der wenigen im nördlichen Schwarzwald, der leichte, vegetationsfreie Routen bietet.